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Cecilia Keymer wird Achte bei der Deutschen Jugendmeisterschaft

13.06.2017

Dieses Jahr nahm neben Cecilia Keymer auch Neuzugang Pascal Karsay (vorher Vorwärts Orient Mainz) an der Deutschen Jugendmeisterschaft in Willingen im Sauerland teil.

 

Nach einem 14. Platz in der U10w im Vorjahr und dem beachtenswerten zweiten Platz auf der Rheinland-Pfalz-Jugendmeisterschaft in der U10 war die Hoffnung Cecilias berechtigt, diesmal noch besser abzuschneiden.

 

In der ersten Runde siegte zunächst aber wohl die Nervosität, denn Cecilia verpasste im 21. Zug einen Figurenfang und erhielt stattdessen sehr passive Figuren. Diesen Umstand nutzte ihre Gegnerin leider gnadenlos aus.

Nach der Niederlage folgte in Runde zwei ein überlegener Sieg im Damengambit. Nachdem ein Minoritätsangriff angelaufen war, geriet die gegnerische Dame in die Enge und Cecilia gewann Material und schließlich auch die Partie.

Weiter ging es in der dritten Runde mit Schwarz gegen das Evans-Gambit. Cecilia konnte durch Rückgabe des Bauern schnell selbst das Heft in die Hand nehmen und gewann fast noch überzeugender als in der Partie zuvor.

Auch die vierte Runde lief erfolgreich. Wieder kam ein Damengambit aufs Brett, allerdings konnte diesmal die Gegnerin ihre Bauern am Damenflügel schneller in Bewegung setzen. Als Cecilia aber die gegnerischen Bauern anzugreifen begann, reagierte die Gegnerin schlecht und stellte einen Bauern ein. Als schließlich auch die Dame verloren ging, war alles klar, auch wenn die Gegnerin sich noch das Matt zeigen ließ.

Nach diesem Hattrick folgte allerdings ein Dämpfer. Runde fünf begann mit einer symmetrischen Stellung, die nach Abtausch in eine Stellung mit Springern und Türmen führte. Überraschenderweise wollte die Gegnerin mit ihrem Springer nicht die sich bietenden Vorposten besetzen (25. Sf1!) und schließlich wurden die Springer abgetauscht. Leider übersah Cecilia in ausgeglichener Stellung einen taktischen Trick und verlor einen ganzen Turm, wonach die Partie verloren ging.

Auch in der sechsten Runde schien es zunächst schiefzulaufen. Wiedereinmal kam ein Damengambit aufs Brett. Im Mittelspiel übersah Cecilia dann eine Taktik, nach der ein Bauer verloren ging. Trotzdem hielt Cecilia dagegen und verpasste der Gegnerin einen Tripelbauern. Als ihr Turm dann noch auf der 7. Reihe eindrang und die gegnerischen Figuren sich kaum noch bewegen konnte, sah es sogar nach einer gewonnenen Stellung aus. Das war aber nicht leicht auszunutzen. Als die Gegnerin einen Freibauern bilden konnte, begnügte sich Cecilia mit einem Remis durch Dauerschach.

Wieder nach Plan lief es in der siebten Runde. In der italienischen Eröffnung gelang es Cecilia mit Schwarz einen typischen Angriff gegen die Rochadestellung nach h3 zu spielen und scheinbar mühelos zu gewinnen.

Etwas Pech in der Eröffnung folgte dann in Runde acht gegen die spätere Fünftplatzierte Dora Peglau. Zwar kannte Cecilia die Widerlegung des weißen Aufbaus, spielte dann aber zu vorsichtig und geriet in einen heftigen Angriff. Auf wundersame Art und Weise konnte sie sich aber verteidigen, auch wenn die Gegnerin schnelle Gewinnmöglichkeiten ausließ. Trotzdem gelang es der Gegnerin schließlich zwei verbundene Freibauern in Bewegung zu setzen, wonach die Partie verloren ging.

Als nächste Gegnerin folgte die spätere Viertplatzierte Lepu Coco Zhou. Cecilia spielte die Eröffnung sehr stark, gewann einen Bauern und stand einfach gut. Trotzdem hatte Schwarz Gegenspiel. Als Cecilia den richtigen Moment verpasste ihren Turm hinter den gegnerischen Freibauern zu stellen, musste sie ihren Läufer hergeben um die Umwandlung zu verhindern. Danach folgten ein paar unkonzentrierte Züge und obwohl ganz am Ende noch einmal eine Remischance bestand, ging die Partie verloren.

Nach diesen Niederlagen folgte eine Kurzpartie, in der Cecilia nach erfolgreichem Angriff einen Springer mitten auf dem Brett fangen konnte und bereits nach 21 Zügen gewann.

In der elften und letzten Runde musste Cecilia mit Schwarz in der Eröffnung wieder aufpassen, konnte aber alle Drohungen parieren. Nur einmal hatte die Gegnerin die Chance, die schwachen weißen Felder auszunutzen, übersah dies aber. Danach war es ein Spiel auf ein Tor und Cecilia gewann auch ihre letzte Partie.

 

Das Endergebnis: Der achte Platz von 36 Teilnehmern, der sich sehen lassen kann.

Zwar gab es natürlich Licht und Schatten, aber insgesamt spielte Cecilia gutes Schach und hätte mit etwas mehr Glück auch weiter vorne landen können.

 

Die Partien lassen sich unter http://www.deutsche-schachjugend.de/2017/dem-u10w/spieler/6/ nachspielen.

 

Neuzugang Pascal Karsay, der frisch von Vorwärts Orient Mainz zum SK Gau-Algesheim gewechselt ist, hatte in der U18 einen schweren Stand. Neben Roven Vogel, dem U16 Weltmeister von 2015, traten zahlreiche weitere starke Spieler an. Nach einem Remis gegen den späteren Siebten Adrian Gschnitzer folgte eine Niederlage mit Schwarz gegen einen Maroczy-Aufbau. In der dritten Runde folgte dann der erste Sieg mit einem gut vorgetragenen Angriff im Najdorf-Sizilianer. Wieder mit Schwarz verlor Pascal dann die nächste Partie gegen den späteren Vierten Vinzent Spitzl recht schnell, nachdem seine Figuren beengt standen und er kein Gegenspiel aufbauen konnte. Die nächste Partie mit Schwarz konnte er dann sicher durch einen Zentrumsvorstoß zur rechten Zeit remis halten. Wieder mit Weiß folgte ein sehr schneller Sieg. Diesmal spielte Pascal selbst einen Maroczy-Aufbau und brach am Königsflügel durch. Etwas unkonzentriert ging dann die nächste Partie verloren. Obwohl er nach der Eröffnung ausgeglichen stand, begann er Komplikationen trotz der aktiveren Figuren des Gegners, die sofort zur Niederlage führten. Kurios war die nächste Partie, in der Pascal seinen Gegner nach nur 14 Zügen (!) in der Pirc-Verteidigung mattsetzen konnte. In der neunten und letzten Runde hatte Pascal Pech, denn nach starker Eröffnung stand er glatt auf Gewinn. Nach Ungenauigkeiten konnte dann aber der Gegner durch eine Kombination gewinnen.

 

Somit landete Pascal auf dem 22. Platz, womit er bei einem Setzlistenplatz von 21 zumindest nicht vollkommen unzufrieden sein kann. Auch hier war eventuell mehr drin gewesen, aber so ist nunmal Schach. Mit Schwarz scheint Pascal nicht so gerne zu spielen, denn 0,5 Punkte aus 5 Partien stehen 3,5 Punkten aus 4 Partien mit Weiß gegenüber. Allerdings hatte er mit Schwarz auch die schwereren Gegner. Unter http://www.deutsche-schachjugend.de/2017/dem-u18/spieler/21/ lassen sich die Partien nachspielen.

 
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Vincent in der "FAZ"

Vincent bei der WM 2016

Vincent in "Zeit Magazin" 47/16

Vincent in Heusenstamm

Jugend


 6 Jugendliche haben erfolgreich an der Jugendeinzelmeisterschaft U 10/U12 RLP teilgenommen.

Der U16 und der U 10 herzlichen Glückwunsch zum Vereinsmeister in  RLP 2017!

Vincent wurde 4. bei den DEM der Erwachsenen!

Herzlichen Glückwunsch!!

 

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